Redesign eines Designers

06.11.2012

Viele Designer kennen diese Zwickmühle – für unsere Kunden sitzen wir voller Herzblut Tag und meist auch Nacht vor dem Rechner…  der eigene Auftritt bleibt dabei oft auf der Strecke. Woran das liegt? Zum einen an einer hoffentlich guten Auftragslage und damit klar am Zeitmangel, zum anderen sind wir jedoch unser eigener größter Kritiker und Feind. 

 

Optimalerweise gibt es klare Vorgaben sowie eine Unternehmensstrategie, die es uns leicht machen, einem Kunden ein für ihn perfekt zugeschnittenes Design zu entwickeln. Gibt es diese nicht, führt die direkte Kommunikation mit dem Kunden, der ständige Austausch von Informationen sowie die Einhaltung des vereinbarten Zeitplans dazu, dass ein Detail ans andere gefügt wird. Sind Designer nun einfach zu chaotisch oder haben etwa keine Strategie? Böse oder vielleicht auch wissende Zungen würden dies sofort bestätigen.

 

Aber ganz soweit würde ich persönlich in der Ursachenforschung nicht gehen. Für kreative Menschen ist das ganze Leben ein bunter Topf toller, lebendiger, interessanter und wiederverwertbarer Dinge – egal, ob wir etwas sehen, hören, fühlen oder riechen. Dies alles wird in unserem Gehirn abgespeichert und für eine spätere Verwendung aufbewahrt. Selten beschäftigt sich daher ein wirklich kreativer Mensch nur mit einem Designbereich. Ich selber fühle mich sowohl im Kommunikationsdesign als auch in der Fotografie zu Hause. Nahezu alles, was ich sehe, erlebe und was mir in die Hand kommt, wird begutachtet und bewertet. Darf es in meine Gehirnschublade "Sofort verwenden", "Aufbewahren für später", "In Abwandlung einsetzbar" oder gerät es in die Schublade "Och nö!". Archiviert wird es so oder so in jedem Fall.

 

Jeder Designer hat in der Tat seinen eigenen Stil. Bestenfalls unterliegt dieser jedoch einer ständigen Weiterentwicklung, da sich auch die Designvorlieben regelmäßig ändern. Man denke an das 80er Jahre-Design oder die Schweizer Typografie. Dies führt im Laufe der Jahre zu einem nahezu unendlich großen Portfolio an Möglichkeiten. Es erleichtert auf der einen Seite die Arbeit, bremst sie auf der anderen Seite – vor allem wenn es um die Weiterentwicklung des eigenen Designs geht – aber auch aus.

 

Es gibt so viele schöne Designs… Nur, welches passt am besten zu mir? Wie möchte ich mich präsentieren? Schließe ich Kunden aus, wenn ich mich zu kreativ zeige oder gewinne ich neue hinzu? Das ist die Krux und damit auch einer der Gründe, warum sich Kreative schwer tun, ihr eigenes Corporate Design zu verändern oder gar erst zu entwickeln. Daher betrauen Designer häufig Kollegen mit dieser Aufgabe.

 

Die alte Website – ich trau es mich gar nicht zu erwähnen – bestand nahezu unverändert seit 2006. Ihr Vorteil war es, dass das von mir gewählte Design nahezu zeitlos war. Ja, auch so etwas gibt es glücklicherweise!

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